Mit Texten als Selbständige*r Geld verdienen – ja, geht denn das?

Erfahrene Copywriter lehnen sich jetzt eventuell gönnerhaft grinsend in ihrem Freelancer-Thron zurück (den sie übrigens mit einer sympathischen Wahrscheinlichkeit von rund 50 Prozent gerade mit einer dicken Katze, einem schlechtgelaunten Kleinkind oder zumindest den Socken von gestern teilen). Alles klar, Folks. Ihr wisst, wie es geht. I know you know I know. So, nachdem wir das geklärt hätten…

Alle anderen, die ihre ersten Schritte als selbständige*r Texter*in noch vor sich haben, mögen mir bitte unauffällig in den nächsten Absatz folgen.

Sie haben „immer schon“ gern geschrieben – aber noch nichts damit verdient?

Wahrscheinlich haben Sie immer schon gerne (und bestenfalls auch grundsätzlich „gut“) geschrieben – vielleicht sogar bereits als Kind, kaum, dass Sie die ersten Buchstaben kannten. Richtig? Eventuell hat sich Ihr Talent zum Texten auch nach und nach im Laufe der Schul-Ausbildung gezeigt? Sie haben Ihre Liebe zum Schreiben im Rahmen von Aufsätzen, Präsentationen oder Artikeln der Schüler*innen-Zeitung zum Ausdruck bringen – und über die Jahre zu einer regelrechten Fertigkeit ausbauen können. Irgendwann haben Sie vielleicht auch den Berufswunsch ersonnen, Schriftsteller*in zu werden. Haben Gedichte, Kurzgeschichten und Ihren ersten und gleichzeitig Austrias next Ingeborg-Bachmann-Preis verdächtigen Roman verfasst. Und nach einigen netten Rückmeldungen, dem einen oder anderen kräftigen Schulterklopfen und sehr vielen Absagen erkannt, dass es für den Bachmann-Preis doch noch nicht ganz reicht. Wie auch immer: Wenn Sie zur Mehrheit der Schreiberlinge gehören, konnten Sie Ihre göttliche Gabe für gute Texte schlussendlich doch nicht – oder zumindest nicht schnell genug – wie geplant in eine wirtschaftlich ertragreiche Tätigkeit umwandeln.

Und jetzt sind Sie etwa Buchhalter*in, Kauffrau, Lehrer*in, Filmvorführer, Bürofachkraft, Diamanten-Schmuggler oder Golf-Trainer*in. Verdienen gutes (oder vielleicht auch schlechtes) Geld. Und tragen doch nach wie vor dieses tolle Schreib-Talent in sich. Und den brennenden oder zumindest noch sehnsüchtig glimmenden Wunsch, dieses Talent in einen Beruf umzuwandeln – und damit in echtes Geld auf Ihrem Konto.

Kommt das hin, so ungefähr?

Vielleicht trifft das alles aber ja auch gar nicht auf Sie zu – und Sie denken sich (und wer könnte es Ihnen ver-denken?) etwas in der Art von: Mann, der Arbeitsmarkt ist hart, aber meine Rechtschreibung ist im Rahmen. Überall wuseln Blogger*innen durchs Netz, und der Postkasten quillt trotz Anti-Werbung-Sticker über vor Gratis-Zeitschriften. Ergo: Schreiben als Job müsste sich ja doch irgendwie finanziell rechnen können. Aber wie komme ich da hin?

Nun.

Egal, woher Sie kommen, was Sie am Schreiben für Geld reizt und weshalb Sie diesen Artikel hier gerade lesen: Im Folgenden gebe ich Ihnen einen raschen Überblick, wie und wo überall Sie heutzutage als Texter*in handfeste Einnahmen generieren können. Warum? Ich möchte Sie dazu inspirieren, die zahlreichen Möglichkeiten zu nutzen, die es mittlerweile gibt, um als Copywriter Fuß zu fassen, Hände zu schütteln – und Köpfe zu verdrehen. Im positiven Sinne, versteht sich. Warum? Weil ich als langjährige – unselbständig sowie selbständig tätige – Texterin weiß, wovon ich rede. Und weil es größtenteils eine echt coole Sache ist, auf diese Art und Weise den vielgerühmten Lebensunterhalt zu verdienen.

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Sie schreiben gerne? Und dazu auch noch gut? Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, als Copywriter tätig zu werden – und mit dem Schreiben Geld zu verdienen. ©Tirachard Kumtanom-Pexels

Geld verdienen als Freelance Copywriter? Ja, bitte!

Wandeln Sie Ihre brotlose Leidenschaft fürs Schreiben in eine(n) bezahlte(n) Beruf(ung) um!


Wenn Sie für Geld texten möchten, empfehle ich Ihnen für den Start Ihrer Tätigkeit die folgende einfache Fragen-Kette:

  1. Warum möchten Sie beruflich schreiben?
    Macht es Sie glücklich, zu schreiben? Fühlen Sie sich einfach sauwohl, wenn Sie an Ihrem Laptop sitzen und in die Tasten hauen? Lesen Sie gerne? Korrigieren Sie mit Leidenschaft bestehende Texte – und denken Sie im Stillen oft, wie Sie diese gerne umschreiben würden, um sie z.B. lesbarer zu machen? Möchten Sie Botschaften vermitteln? Tun Sie sich so leicht mit dem Schreiben, dass Sie sich denken, es wäre dementsprechend leicht verdientes Geld? Erhalten Sie oft Komplimente für Ihr privates bzw. unentgeltliches Schreiben?
  2. Was möchten Sie schreiben?
    Lieben Sie es, komplexe Dinge komprimiert auf den Punkt zu bringen – oder eher, wüste Wort-Sammlungen zu produzieren? Möchten Sie Kataloge betexten? Bezahlten Content für Themen-Blogs liefern? Oder an umfangreichen Print-Publikationen Anteil haben? Vielleicht sind Sie auch ein regelrechter Star Ihrer privaten Social Media Community – und können sich daher vorstellen, echt gute Posts und Tweets für andere zu verfassen. Oder aber sind Sie so witzig, dass Ihre Kinder Ihnen für Ihre scharfzüngigen Post-its am Kühlschrank am liebsten schon in der Früh ihre Pausenbrote-Box nachwerfen möchten? Ja, echt? Dann sollten Sie dieses Talent nutzen – und sich mit Honoraren anstelle von Tupperware beschießen lassen.
  3. Wie möchten Sie schreiben?
    Sind Sie bereit fürs Freelancen bzw. eh schon ein alter Hase der Selbständigkeit? Oder wären Sie auch als Texter*in gerne weiterhin – oder zusätzlich – unter Anstellungsdach und -fach? Wollen Sie laufend oder punktuell Zusatzgeld dazuverdienen? Möchten Sie Ihren Traum vom Schreiben als langfristigen Brotjob umsetzen können? Wünschen Sie sich, als Autor*in von Printbüchern Erfolg zu haben? Oder wollen Sie neben Ihren bestehenden Freelance Projekten Ihr schlummerndes Text-Talent als zusätzliche Ressource zum Leben erwecken?
  4. Für was und wen möchten Sie schreiben?
    Werden Sie sich darüber klar, für wen Sie Ihre Fertigkeiten als Texter*in am liebsten einsetzen würden. Sehen Sie sich im Dienste von Zeitungen oder Magazinen? Gibt es ganz bestimmte Branchen, Missionen oder Botschaften, für die Sie schreiben wollen? Möchten Sie als Freelancer für viele verschiedene Auftraggeber*innen texten? Oder wünschen Sie sich ein paar wenige Bestandskund*innen, für die Sie dafür regelmäßig frische Beiträge, Produkt-Beschreibungen oder News-Meldungen erstellen können?
  5. Wie oft und wann möchten Sie schreiben?
    Diese Frage ist sicherlich am einfachsten zu beantworten. Malen Sie sich wild und mutig aus, wie oft pro Woche oder Monat Sie für Geld schreiben wollen, wenn Sie es sich aussuchen können. Wenn Sie das Texten in eine Fulltime-Profession umwandeln möchten, wie viele Wochenstunden wären Sie bereit, zu arbeiten? Wie viele Kund*innen gleichzeitig oder binnen eines bestimmten Zeitraums könnten Sie theoretisch betreuen, ohne Ihren Deadlines untreu zu werden – oder zum Beispiel wahnsinnig zu werden? Wie gut können Sie Aufträge annehmen und abarbeiten, wenn Sie dazu einen bestehenden Brotjob halten und behalten möchten? Machen Sie sich einfach einen hübschen visionären Kalender, wie Ihre Zeiteinteilung und Ihr Arbeitspensum aussehen sollten, wenn Sie als Freelancer schreiben.

Die Beantwortung dieser wunderbaren Fragen-Kette sähe beispielsweise dann so aus:

(1) Ich schreibe nicht nur lieber, als ich rede, koche, singe, Kommoden zusammenbaue, tanze, Quersummen bilde, töpfere, Mauern einreiße oder Gitarre spiele. Sondern auch besser.
(2) Ich lese gerne technische Artikel und sogar die Beschreibungen meiner Haushaltsgeräte daheim. Es fällt mir wahrscheinlich leicht, sachliche Artikel zu verfassen. Und irgendwie wäre es witzig, Bedienungsanleitungen zu erstellen.
(3) Meinen Fulltime-Job möchte ich behalten – aber ich will mir als Texter*in ein zweites Standbein auf selbständiger Basis schaffen.
(4) Ich würde gerne für jene Fachmagazine schreiben, die ich selbst abonniert habe. Und für Hersteller-Firmen von hochwertigen Elektrogeräten. Das wäre so cool.
(5) Nachdem ich meinen Fulltime-Job auf jeden Fall weitermachen möchte, hätte ich theoretisch gut fünf Stunden die Woche über, um zu texten.

Bamm bamm. Das ist zwar nur ein Beispiel, aber dabei ein gutes, wie aus „Hach, ich würd gern mit dem Schreiben Geld verdienen“ eine sichtbare Vision werden kann.

Haben Sie die Fragen für sich bereits beantwortet? Nein? Dann los.

Wir lesen uns weiter unten wieder: Mit einer großen Auswahl an Möglichkeiten, wo überall und wie Sie als Texter*in – mit Ihrer langsam reifer werdenden Vision – in Aktion treten könnten.

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Wenn Sie schreiben können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um als Texter*in Fuß zu fassen. Heyho, let’s go! ©Andrew Neel-Pexels

Ein Universum an Möglichkeiten: Money for copywritin‘ and the chicks for free

Frei(beruflich)es Schreiben: Wo überall Sie als Texter*in Fuß fassen können

Gleich vorweg: Das mit den Chicks (ein Danke an die Dire Straits – und eine Entschuldigung an Sie – an dieser Stelle) können Sie als Texter*in wahrscheinlich eher vergessen. Abgesehen davon kommt hier nun endlich der große Überblick an Optionen, wo und wie Sie mit Ihrem Talent fürs Schreiben echtes Geld verdienen können – anstatt sich bloß blumige Feedback-Schleifen rund um Ihre lyrischen Fähigkeiten in die Hosentasche zu stecken. Nehmen Sie diese Auflistung nur als inspirierenden Denk-Anstoß in Richtung „Was alles möglich ist (und gebraucht wird)“. Denn zusätzlich gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten, wo überall Text benötigt und bezahlt wird. Weiters verschränken sich viele der Schienen ineinander, sprich: In einem einzigen Unternehmen können beschreibende Texte für das Unternehmen selbst, zur Vorstellung der Mitarbeiter*innen sowie natürlich für die angebotenen Produkte und Services benötigt werden – während zusätzlich Social Media mit Content bespielt und das Intranet mit Neuigkeiten bestückt werden muss. Sie sehen, das „Universum“ an Möglichkeiten ist tatsächlich ein solches.

  • Agenturen
    PR- und/oder Werbeagenturen sind selten böse, wenn man/frau sich bei ihnen initiativ als selbständige*r Texter*in bewirbt. Gerade Agenturen, die viele verschiedene Unternehmen betreuen, greifen in Peak Times gerne auf Externe zurück. So können Sie den Agenturen zuarbeiten, die Ihre Texte wiederum in ihre bereits gut geschmierte Full Service-Maschinerie einfließen lassen. Agenturen benötigen von ihren Texter*innen unterschiedlichste Textsorten – wie für Print z.B. Folder, Kataloge und Mailings genauso wie digitalen Content à la Newsletter-Teaser plus Web-Artikel, Presse-Aussendungen, Social Media-Beiträge, Produkt-Beschreibungen und und und. Agentur? Yes, please. Thanks.
  • Bewerbungsunterlagen
    Gerade einerseits junge und andererseits ältere Personen nehmen zur Erstellung und/oder Optimierung ihrer Bewerbungsunterlagen gerne professionelle Unterstützung in Anspruch. Daher können Sie auch in diesem Bereich als Texter*in Ihr Service anbieten. Vorausgesetzt natürlich, Sie sind sattelfest, was die formellen Grundlagen von Anschreiben, Motivationsschreiben, Lebenslauf und Co. angeht. Und natürlich sollten Bewerbungsprozesse an sich für Sie kein Graus sein.
  • Bücher & ebooks
    Natürlich können Sie auch ohne Vertrag mit einem Verlag Geld mit Büchern bzw. ebooks verdienen. In Zeiten von Print on demand und Amazon ist es keine Schwierigkeit mehr, ein Buch zu schreiben und im Selbstverlag zu veröffentlichen. Sie haben weitgehende Freiheit, was die Preis-Gestaltung und die Absatz-Schienen Ihres Buch-Babys angeht. Ihre Tantiemen kommen automatisch aufs Konto. Als Neuling ist das eine wirklich tolle Sache, um mit den ersten Büchern – wenn schon keinen Rock’n’Roll-Gimmegimme-Moneyrulestheworld-Hotshit-Geldberg zu verdienen – zumindest keinen Verlust zu schreiben. Und auf jeden Fall sichtbar zu werden und auf sich als Autor*in aufmerksam zu machen.
  • Drehbücher & Hörspiele
    Wirklich toll ist es außerdem, wenn Sie als Drehbuch-Autor*in oder Verfasser*in von Hörspielen Ihr Geld verdienen. Hier ist die Szene natürlich überschaubar, dafür ist es auch schwieriger, hineinzukommen. Das macht aber gar nichts. Das ist eine coole Challenge. Erstellen Sie für den Anfang kleine Hörbücher oder griffige Konzepte mit angeteasertem Drehbuch. Suchen Sie nach Produktionsfirmen und einzelnen Produzent*innen bzw. im Radio und bei Verlagen nach den passenden Ansprechpersonen. Und wagen Sie es einfach, sich dann auch dort zu melden. Wenn Sie beim ersten Mal nur Absagen bekommen, können Sie trotzdem das nächste Mal mit Ihrem Drehbuch voll einschlagen, die richtige Person am richtigen Tag erwischen – und schwupps, sind Sie „drin“. Ich glaube aufgrund meiner eigenen beruflichen Erfahrungen schon lange nicht mehr an: „Geht sowieso nicht.“ Ich glaube an: „Ausprobieren!“ Denn, wirklich: Alle Texter*innen und Autor*innen auf der ganzen Welt kochen ihre Suppen mit Wasser, gehen ganz normal aufs Klo und ziehen sich ihre Schuhe nacheinander an – egal, wie erfolgreich sie sind.
  • Korrektorat und Lektorat
    Dieser umfangreiche Bereich ist eine großartige Sache für Texter*innen, die genau, geduldig und aufmerksam sind. Die meisten Copywriter, die ich kenne (jaja, es sind sicher locker tausend), bieten dies als zweite Schiene an. Sie können Korrektorat (also den Check bestehender Texte auf orthographische und grammatikalische Fehler) und/oder Lektorat (zusätzlich stilistische und inhaltliche Prüfung) anbieten.
  • Personen: Einzelunternehmer*innen, Künstler*innen, Politiker*innen etc.
    Das ist wirklich ein geniales „neues“ Feld punkto Texten. In Zeiten der neuen Selbständigkeit, Wikipedia und Co. müssen sich die meisten Menschen, die in irgendeiner Form in der Öffentlichkeit stehen, mittlerweile im Netz präsentieren – ob sie wollen oder nicht, und am besten, bevor es ein*e andere*r tut. (Höhö.) Sie denken jetzt an abgeschottete Präsident*innen und extrem erfolgreiche Spitzensportler*innen? Ruhig Blut. Auch heimische Bands, regionale Gemeinderätinnen oder Ihr Nachbar, der sich als Baumpfleger selbständig gemacht hat, benötigen eine professionelle Präsentation ihrer selbst. Werden Sie kreativ und denken Sie voraus: Kennen Sie Künstler*innen, in anderer Weise in der Öffentlichkeit stehende Personen und/oder neue Unternehmer*innen, deren Präsentation im Internet bei einem Herold-Eintrag endet? Hier kommen Sie als Texter*in ins Spiel. Fragen Sie einfach nach, ob Unterstützung gewünscht wird. Das Schlimmste, das Sie hören könnten, ist ein „Nein“. Und das ist eigentlich überhaupt nicht schlimm. Das ist halt Business.
  • Plattformen & Blogs: Onlineshops, Produkte, Themen, Events etc.
    Herrlich! Welche Plattformen nutzen Sie selbst gerne, um sich die geplanten Konzert-Besuche fürs neue Jahr rauszusuchen, Ihre Fähigkeiten punkto Handwerken von Null auf zumindest Null Komma Fünf zu bringen – oder sich mit dem neuesten Kram für Ihren Kleiderschrank einzudecken? Es gibt mittlerweile so, so, so viele Plattformen, sprich Websites und Blogs für Themen von Gesundheit über Elternschaft, Psyche, Reisen, Traditionshandwerk oder DIY bis hin zu Oldtimer-Autos, Esoterik, besseren Schlaf oder schönere Haare. Dazu Event-Kalender, hinter denen sehr viel Recherche und/oder Technik steht – und unzählige Produkt-Plattformen, die sich verschiedensten Tipps, Empfehlungen und Rezensionen widmen. Auch und gerade die Betreiber*innen von Onlineshops können Sie als Texter*in unterstützen – solange Sie SEO Text beherrschen und keine Panikattacken bekommen, wenn Sie in kürzester Zeit sehr viel Text (h)erstellen sollen. Hier überall finden Sie Potentiale, wo Sie als Copywriter auf Freelancer-Basis mitarbeiten können. Schauen Sie ins Impressum und funken Sie durch – probieren Sie es einfach! Passen Sie aber gut auf sich auf – und lassen Sie sich nicht oder nur im absoluten Ich-muss-sonst-verhungern-Fall auf Deals ein, in denen Sie sich als „lebende Content-Maschine“ für ein paar Cent pro Auftrag wiederfinden. In diesem Sinne: Go!
  • Reden
    Eine weitere Einkommensquelle für Sie als selbständige*n Texter*in ist das Verfassen von Reden für diverse Anlässe. Sind Sie gut darin, sich im Geiste auf Live-Publikum einzustellen? Dann überdenken Sie ruhig auch dieses Service: Vielleicht sind Sie die/der perfekte schriftliche Redenschwinger*in? Von Reden für öffentliche Auftritte bis hin zu stimmigen Grabreden oder emotionalen Geburtstags- und Hochzeitsansprachen: Wenn Sie das Gefühl haben: This is it! – dann nehmen Sie diesen Bereich ruhig mutig in Ihr Reportoire als Copywriter auf.
  • Unternehmen
    Als Texter*in können Sie, genau wie die zuerst genannten Agenturen, natürlich auch die Unternehmen direkt mit Text versorgen. Und genau wie Agenturen werden hier die Beiträge wie o.a. gebraucht – sowie im besten Fall auch noch beschreibende Texte für die Unternehmenspräsentation selbst: etwa auf der Website, für Messe-Auftritte oder für Artikel in Fachzeitschriften. Mit Glück gibt es auch noch Mitarbeiter*innen-Profile zu erstellen – und Produkte und Services zu beschreiben. Vielleicht soll auch die Social Media teilweise an Sie ausgelagert werden, sodass Sie nach Redaktionsplan Facebook und Twitter plus den Blog mitbetreuen können. Jackpot. Sie sehen, das Feld ist weit und großzügig bespielbar. Finden Sie Unternehmen, die Sie selbst schätzen. Und schauen Sie sich doch mal deren Websites und Social Channels an. Können Sie sich vorstellen, hier als Texter*in optimierend und/oder unterstützend gut ins Bild zu passen?
  • Zeitungen & Zeitschriften (Verlage) – Print & Online
    Gibt es Magazine, die Sie gerne lesen – oder ansprechende Zeitungen, die Sie tatsächlich noch kaufen oder zumindest gratis im Café, in der U-Bahn (naja) oder im privaten Briefkasten finden? Gerade große Medienhäuser holen sich nur zu gerne externe Schreiber*innen ins Boot. Je größer der Pool an Redakteur*innen, desto besser für die Verlage und Redaktionen. Denn so können möglichst viele Themen in möglichst kurzer Zeit aufbereitet und den Leser*innen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem werden damit viele verschiedene Professionen, Charaktere, Vorlieben, Stile und nicht zuletzt Gesichter verfügbarer Schreiber*innen präsentiert. Ein weiteres Plus: Größere Verlage verfügen auch längst über die zweigeteilte Redaktionsseele – und brauchen daher schreibende Print- und/oder Online-Spezialist*innen im Team. Seien Sie also ruhig mutig, melden Sie sich bei passenden Zeitungsverlagen – und planen Sie ganz enspannt auch mehrere Sofort-Absagen, lange Wartezeiten und viele leere Evidenzen ein. Na und? Irgendwann kommt genau das Thema, wofür man/frau dann doch noch Sie anruft und als Freelancer ins Boot der erschöpften internen Ressourcen holt. Wieder: Jackpot.

Diese nicht vollständige Auflistung veranschaulicht nun hoffentlich, dass es wirklich sehr viele Möglichkeiten gibt, um mit Text in jeglicher Form Geld zu verdienen. Und was zur Hölle will ich Ihnen nun in Summe damit sagen?

Wenn Sie mit der Profession des Schreibens selbständig arbeiten, leben und Geld verdienen möchten, dann lassen Sie sich von niemandem einreden (schon gar nicht von sich selbst), es wäre nicht möglich. Denn die Optionen sind so breit gefächert wie die Facetten Ihres schreiberischen Talents. Vielleicht kommt der große Literatur-Preis später – aber bis dahin können Sie trotzdem schreibend Geld verdienen: in so vielen Sparten. Machen Sie sich also bereit, finden Sie Ihre Vorlieben punkto Text-Sorten und Arbeitsweise, sondieren Sie Ihr individuelles Copywriting-Universum, entdecken Sie beackerbare Text-Felder – und dann schreiben Sie los!

Brauchen Sie Ansprache zu diesem Thema? Ich bin nach Vereinbarung gerne für Sie da.

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