Das Jahr 2021 hat zwar schon vor etwa einer Woche begonnen. Meine Akkus liegen aber – ganz ehrlich – noch hübsch säuberlich in ihrer Aufladestation. Da liegen sie gut. Und bereiten sich nachdrücklich auf die neuen Herausforderungen im Texterinnen-Home Office vor. Nachdem der Kindergarten Corona-bedingt erst Ende Jänner wieder in „eher regulärer Form“ verfügbar ist, habe ich grad sowieso genug von künstlichem Stress. Der schadet uns allen, und besonders unserer Kleinen.

Have a break Rockstar. ©altheamueller.com

Heute gibt es darum einfach mal was Nettes auf die Augen: Kindliche Zitate

Besagte Kleine entwickelt sich nämlich derweil offensichtlich binnen eines echten Riiieeesen-Sprungs. („Sprung.“ Da haben wir es. Dieses polarisierende Wort. Das Eltern auf der ganzen Welt Tränen jeglicher emotionalen Ausrichtung in die Augen treibt.) Und ihre Aussagen sind so toll, dass ich nun erstmals seit ihrem ersten Lebensjahr wieder begonnen habe, eine Art Mitschrift zu führen. Jetzt weniger über ihre Entwicklungsschübe und neuen Kenntnisse, sondern mehr über ihre Worte.

Denn die wärmen wirklich das Herz.

Und sind auch für andere Menschen witzig – und vielleicht sogar inspirierend. Darum teile ich sie heute in diesem Blogpost. Und hoffe, ich kann ein wenig von der Herzenswärme einer bald Fünfjährigen mit Ihnen allen teilen.

Der Wind im Home Office von österreichischen Selbständigen ist ohnehin mitunter frisch genug.

Die Worte eines Kindes. Meines Kindes.

Sehr schön finde ich beispielsweise, dass mein ständiges auch verbales Gendering offensichtlich Früchte trägt – wenn ich die Purzelbaum-Prinzessin vor Austrias next big Purzelbaum höre, wie sie sehr ernst ankündigt:

„Das ist schwer, das können nur Profis. Und Profinnen.“

Rührend finde ich auch die Einblicke in die Welt meiner Tochter, genauso, wie sie meiner Meinung nach für ein Kind auch sein sollte. (Die Welt.)

Ich lese ihr zum Beispiel etwas aus einem Tarotbuch vor, weil sie es unbedingt möchte:
„Na gut, Puppi. Okay, was sind denn nun also deine Lebensvisionen?“
– „Ich male und bastele gerne Karten für meine Nachbarn, ich gehe gern in den Kindergarten. Und ich bin stolz auf mich.“

Und wissen Sie was? Ich bin stolz auf sie.

Sind wir nicht alle ein bisschen Boot & Banane?

Auch Fantasie steht ganz oben in unserem Tagesablauf. Ständig nehmen wir andere Rollen ein, die unsere kleine Nachwuchs-Regisseurin uns aufs Aug drückt.

Die Kreativer-Kindertanz-Teilnehmerin und Ballett-Anwärterin forderte mich somit letztens freundlich zum Tanz auf:
„Wir sind jetzt zwei Tannenbäume. Und nun – reichen sich – die Tannenbäume – ihre Tannen.“

Sehr nett fanden wir kürzlich auch die folgende kreative Anweisung:
„Der Papa ist ein Boot, du bist eine Banane – und ich bin eine Blume.“
(Ich weiß zwar nicht, warum gerade ich die Banane sein muss, aber gut. Irgendwer muss halt die Banane sein.)

Rehlein und Reh_©altheamueller.com

Sehr viele Gedanken macht sich unser Kind außerdem über die Zukunft.

„Ich weiß schon, mit wem ich gern einmal heiraten möchte. Mit dir.“
– „Puppi, das ist wirklich sehr, sehr lieb. Aber ich bin deine Mama. Wir können nicht heiraten.“
– „Na gut. Dann mit dem Xxx.“
– „Naja. Augenstern. Du wirst ja erst 5. Glaubst du nicht, dass du in den nächsten Jahren vielleicht noch ein paar mehr Leute kennenlernst, sodass du dann doch wen andren heiraten willst, wenn du erwachsen bist?“
– „Ich habe schon eine Liste. Da stehen jetzt der Xxx und der Yyy drauf. Du jetzt nicht mehr.“

Aber nicht nur die bald – wenn es nach mir geht, bedeutet „bald“ so etwas in der Art wie „in dreißig Jahren“ – anstehende Hochzeit mit möglichen Kandidat*innen beschäftigt unser Töchterchen.

Es geht vielmehr auch schon häufig um potentielle Jobs und Berufungen.

„Ich übe das jetzt, weil ich es später im Zirkus brauche. Weil ich will Seiltänzerin werden.“
– „Puppi, das ist ja großartig! Dann komm ich in jede einzelne Vorstellung und schau dir zu und klatsche ganz laut!“
– „Hm, aber eigentlich. Will ich doch lieber Sängerin werden.“
– „Na gut. Dann gibst du ja aber auch Vorstellungen – da komm ich genauso gern immer und applaudiere und bin stolz auf dich!“
– „Naja. Das musst du dann aber nicht, Mama. Sängerin ist ja nicht so schwierig, weißt du.“

Klar auf den Punkt

Weiters bewundere ich die Fähigkeit unserer Tochter, Situationen und Probleme zu benennen und im besten Fall auch gleich Lösungen zu finden.

„Wenn du den anderen Weg nimmst, dann endet der lange nicht mehr.“

Oder beim Thema Essen. Wir sagen uns wirklich immer recht direkt, wie es ist:
„Es gibt da ein kleines Problemchen. Ich habe so großen Süß-Hunger.“
– „Magst du nicht einfach deinen Apfel essen?“
– „Nein, ich hab keinen Apfelhunger. Leider.“
– „Wann willst du ihn dann essen?“
– „Erst, wenn ich in den Reiterkurs gehe. Dann hab ich wieder Apfelhunger.“
– „Aber das ist erst frühestens in einem Jahr. So lange isst du keine Äpfel?“
– „Ja. Genau so ist das eben.“

Gerührt wiederum war ich im Herbst, als wir das folgende kurze Gespräch führten bezüglich eines Baumfreunds vorm Haus:
„Der Baum ist traurig.“
– „Warum glaubst du das?“
„Mama, ich glaub es nicht. Ich weiß es. Er hat es mir gesagt.“

Oder, beim Vorlesen von Pippi Langstrumpf:
„Diese Pippi. Die redet wirklich viel Unsinn.“
(Das unterschreib‘ ich als Vorlesende übrigens glatt.)

Die Realität wurde auch im Advent 2020 aufs Tablett gebracht, als ich sagte: „Wie wäre es, wenn du dir das einfach vom Christkind wünscht?“ und als Antwort erhielt:
„Ja, aber wie wäre es, wenn ich es mir einfach von der Post wünsche?“

Beim Autofahren mit unserer kleinen Beifahrerin

„Und dieses Schild bedeutet Achtung Rehe.“
– „Ja, mein Schatz, fast. Eigentlich heißt es ‚Wildwechsel‘, weil Rehe und so weiter auch als Wild bezeichnet werden, und –„
– „Ach. Ich sag so, wie ich mag.“

Toll fand ich auch mal:
„Mama, bitte schau nach vorn, auf die Straße. Nicht zu mir.“

Weitere wunderbare Worte aus dem Mund der fast fünfjährigen Maus

Stichwort Wissensdurst.

„Kannst du mir das jetzt endlich erklären? Ich werde langsam unruhig.“

Stichwort Timemanagement.

„Das Frühstück ist jetzt vorbei, mein Schatz.“
– „Waaas? Aber ich hab doch noch gar nicht gerätselheftet!“

Stichwort Wutanfall.

„MAMA! Es REICHT! Ich will nichts mehr hören! Sag einfach nichts mehr zu diesem Thema zu mir! Und red NIE WIEDER mit meinen Stofftieren!“
„Was, mit keinem mehr? Ich red doch so gern mit deinen Stofftieren.“
„Na gut, mit dem Flop schon. Aber nur mit dem Flop. Mit dem Elefanten aber nie wieder.“

Einfach herrlich.

Und am allerallerliebsten habe ich als Mama aber natürlich den folgenden, immer wieder mal fallenden Spruch unserer Kleinen:

„Du bist die beste Mama, die ich je hatte!“

Namensbild©altheamueller.com

… und wenn Sie diese Sammlung an schönen Worten bis hierher gelesen haben, bleibt mir nur noch eines: nämlich, Ihnen ein wundervolles, gesundes Jahr zu wünschen. Mit Ihrem Kind, Ihren Kindern. Mit Ihrem inneren Kind. Oder mit allen zusammen!

Und sollten Sie 2021 gute Texte brauchen (die schlechten habe ich leider bereits in meinen Zwanzigern verbraten, als ich noch Gedichte über Sandstrände und Kurzgeschichten rund um sprechende Schnecken schrieb), freue ich mich jederzeit über Ihre Kontaktaufnahme. Gerne unterstütze ich als erfahrene Texterin Ihr Unternehmen und/oder Ihre Vision. Gerne unterstütze ich SIE.

3 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.